Zeit-Fragen
5. Bei uns beginnen
Zurück zum Ausgangspunkt: Wir sind selbst Teil
des Problems
»Wir sind selbst Teil des Problems. Mit unseren
Managementstrukturen, die so ausgereift sind, dass sie uns der
Flexibilität, die wir beim Thema Zeit brauchen, berauben« , klagte einer
der Befragten, der an der Umfrage gar nicht teilnehmen wollte – und
brachte damit ein wichtiges und von vielen geteiltes Argument, wie mit dem
Problem der Zeit umzugehen sei. Die Ansicht, dass die große Probleme in
unserem eigenen Zeitmanagement liegen und daher ein Nachdenken über den
Umgang mit Zeit bei uns selbst beginnen müsse, teilten die meisten
Teilnehmer. Die Diskussion darüber wurde auf drei Ebenen geführt:
Erstens: Es gibt einen Widerspruch zwischen
gesamtgesellschaftlichem Zeitwohlstand und Güterwohlstand. Die wurde
bereits 1996 in einem Appell von Misereor gemeinsam mit dem BUND
thematisiert: »Viel-Haben tritt in Widerspruch zum Gut-Leben«.
Zweitens innerhalb der Organisationen der EZ: Die
wichtigsten Stichworte sind hier: Zeit als Führungsaufgabe (Prälat
Doering) auf der einen Seite, die »Strukturen der Selbstausbeutung«
engagierter Mitarbeiter mit ideeller Motivation, begünstigt durch
generelle personelle Unterausstattung, auf der anderen Seite (Barbara
Unmüßig). Das westliche Zeitmodell ist in seiner jetzigen Form nicht nur
nicht exportierbar, sondern funktioniert nicht einmal bei uns zu
Hause!
Drittens auf der Instrumentenebene: Das Zusammenwirken der
Rhythmen der Instrumente der EZ mit den Zeitstrukturen vor Ort muss
stärker bedacht werden.
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